Blog Storytelling

 

 

Hier schreibe ich in loser Folge auf, was ich zum Thema Storytelling denke und was ich bei meinen Recherchen finde.

 

 

 

Juni 2020

 

Bildquelle: Pixabay

Meine 7 Profi Tipps

für Video Gespräche aus dem Homeoffice

 

Meetings werden ganz sicher auch nach der Corona Zeit immer häufiger per Video stattfinden. Als Fernsehprofi lege ich natürlich Wert auf die Optik, aber ich finde es lohnt sich, noch ein paar weitere Tipps zu beachten.

Deshalb kommen hier 7 Tipps, wie auf Zoom, Skype und Co. gut rüberkommt.

 

1. Schau dich erst um, bevor du dein Laptop irgendwo aufstellst. Hier ein paar Kriterien zur Auswahl der Location:

Der Hintergrund sollte Tiefe haben (also keine Wand direkt hinter dir) und weder super kahl noch überladen sein. Die Wäscheleine und der herumtollende Hund im Hintergrund machen sich nicht so gut. Stattdessen eine gemütliche, aber herzeigbare Ecke der Wohnung, denn es ist ja klar, dass du zuhause bist.

2. Der Bildausschnitt am besten "amerikanisch", d.h. etwa Höhe Brustbein. Aber  teste ruhig verschiedene Einstellungen und finde heraus mit welcher du dich am wohlsten fühlst. Richte den Stuhl so ein, dass du entspannt, aber aufrecht  sitzen kannst.

Ganz wichtig: die Kamera auf Augenhöhe einrichten!!!! Das heißt du musst vielleicht einen stabilen "Unterbau" aus Büchern o.ä. basteln.

Ein Fenster vor dir (also hinter dem Bildschirm) ist optimal, denn das Licht von vorn "erleuchtet" dein Gesicht. Zusätzliche seitliche Lichtquellen (warmes Licht) auf Kopfhöhe helfen, dich ins rechte Licht zu setzen.

3. Die Tonqualität mit einem Soundcheck prüfen. Oft ist es sinnvoll, ein externes Mikro zu verwenden statt zu klingen wie aus einem Blecheimer.  

5. Checke, ob die Software, die du benutzen willst, richtig eingerichtet ist oder eventuell ein Update erforderlich ist.

6. Lege dir Unterlagen, Notizblock und Schreibutensilien in greifbare Nähe, damit du nicht während des Gesprächs danach suchen musst. Für Ladies: ein Spiegel, Lippenstift und/oder ein Kamm für letzte Korrekturen.

7. Dein Outfit spielt auch eine Rolle, denn obwohl du zuhause bist, ist es ein Business Termin. Also check deine Kleidung! Mit Tank top und allzu lässigem Schlabberlook zeigst du nicht sehr viel Achtung vor deinem Gesprächspartner. Für Ladies: Make up und Schmuck in kleiner, feiner Dosis.

8. Bereite dich auf das Gespräch vor. Sei 5-10 früher am Videotalkplatz. Stell dein Handy aus, schließ die Tür und sag allen Bescheid, dass du im Gespräch bist! Stell dir ein Getränk oder Tee bereit. Genieß dein Gespräch und bleib entspannt!

Jedes Land der Welt hat eine Story. Und vor allem Länder mit einem Bürgerkrieg in ihrer Vita müssen mit einem schweren, langanhaltenden und schwer verheilenden  Trauma zurechtkommen. Meistens gelingt es auch nach Jahrhunderten nicht wie wir in Amerika gerade sehen können. Ich beobachte die Situation in Spanien, in dem der Bürgerkrieg nicht einmal 100 Jahre her ist, nun seit vielen Jahren aus der Nähe. Aber auch die Entwicklung in den USA, in England (ja auch England hat einen Bürgerkrieg erlebt), in Chile und in vielen anderen Ländern.

Es scheint als hätten alle Bürgerkriegsländer eine Gemeinsamkeit: ein Riss, der durch die Bevölkerung geht und der dauerhaft und unauflösbar ist. In all diesen Ländern lähmt ein starres Zwei-Parteien-System eine echte demokratische Diskussion. Es kämpfen immer die gleichen Kontrahenten gegeneinander: Republikaner gegen Demokraten, Psoe gegen PP, Rechts gegen Links.... Und dieser Kampf wird polemisch und emotional geführt statt an der optimalen Lösung orientiert.

Warum das so ist, müssten Politikwissenschaft, Psychologie und Soziologie gemeinsam untersuchen, aber ich bin fest davon überzeugt, dass ein Bürgerkrieg andere Wunden als ein Weltkrieg hinterlässt. Deutschland hat gegen den Rest der Welt gekämpft, aber Spanier haben gegen ihre Freunde, Nachbarn, ja sogar Familienmitglieder gekämpft. In den Dörfern sind die Erlebnisse tief in das emotionale Gedächtnis der Menschen gegraben. Und die nächste Generation "erbt" das Trauma. Das sehe ich fast täglich. Deutsche können gemeinsam anpacken und agieren, wenn es darauf ankommt. In Spanien ist das nicht möglich ohne sich bis aufs Messer zu streiten. In den USA prallt gerade lang gehegter Hass und Gewalt aufeinander. Die emotionalen Wunden sind wieder aufgebrochen und haben erneut gezeigt, wie tief die Spaltung der amerikanischen Gesellschaft ist und wie unlösbar der Konflikt ist.

In meinen Träumen geht die Story so weiter: alle Amerikaner, alle Spanier und alle anderen Bürgerkriegsopfer sitzen am Lagerfeuer und verzeihen sich gegenseitig all ihre Gräueltaten mithilfe von Ritualen so wie es Hutu und Tutsi in Ruanda noch immer tun, weil sie wissen, dass diese schlimmen Wunden nur langsam heilen.

Mai 2020

In die Zukunft denken mit dem Blick auf Geschehenes. Das tut Matthias Horx einmal mehr in seiner Kolumne und hoffentlich ist es eine Anregung, die ein großes Echo findet:

www.horx.com/51-das-neue-normal

 

Neither revolution nor reformation can ultimatly change a society, rather you must tell a more powerful tale, one so persuasive, that it sweeps away the old myths and becomes the preferred story.

 

Aus "Storytelling or Myth-making" von Ivan Illich

April 2020

Eigene Gedanken zu meinem Kernthema Storytelling:

 

Geschichten gehören zum Menschsein. Sie bewegen uns wie nichts anderes in der Welt, weil wir nicht nur Homo sapiens sind, sondern vor allem Homo "emotiens".

Und sie haben Macht über uns.

Barack Obama erzählte seine Story in nur drei Worten und er veränderte vieles in der Welt: "Yes we can!!

Auch Donald Trump erzählt seine Story in nur vier Worten: "Make America great again!"

Beide Geschichten beeinflussen unsere Welt und uns. So oder so.

 

Niemals in der Menschheitsgeschichte wurde so viel kommuniziert wie heute. Gleichzeitig ist Kommunikation immer komplizierter geworden. Der digitale Wandel hat keine Antworten, wenn es um die Verständigung von Mensch zu Mensch geht. Genau für diese Situation brauchen wir nach wie vor Geschichten. Im Grunde sitzen wir nämlich immer noch am Lagerfeuer und tauschen best practises aus. Und warum auch nicht?

Geschichten geben uns in immer komplexeren Zusammenhängen eine Struktur und damit machen sie das tägliche  Chaos wesentlich übersichtlicher. Auch das Chaos in unserer Lebensgeschichte braucht eine Ordnung. Deshalb habe ich PERSONAL STORYTELLING entwickelt.

 

 

 

Eine Szene aus AUSTRALIA: Mr. Drover (Hugh Jackman) sagt zu Mrs. Boss (Nicole Kidman)  ...

"am Ende habe ich nur meine Geschichte, die bleibt ....". 

 

 

 

Matthias Horx könnte ich tagelang zuhören, u.a. weil er neue Worte erfindet und sich als Positivist bezeichnet. Großartig!

 

 

Sandra Hundelshausen macht

Connect by Art und KONFLOW

 

Spektakulär!!!!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Kreativität ist Intelligenz mit Spaß

                                          Albert Einstein

___________________________________

 

 

Europa, Oktober 2019

Unter dem folgenden Link findet man einen sehr interessanten Vortrag von Sven Gábor Jánsky über Rulebreaker.

Jánsky beschäftigt sich mit Zukunftsforschung und erzählt wie man Umsatz mit Innovationen steigert. Ich hatte am Ende ethische Fragen, die unbeantwortet blieben.

https://youtu.be/i11zCqT6H3A

 

____________________________________

 

Kanada, September 2019

Auf einer Tafel an der Hauswand einer Lodge auf Vancouver Island, Kanada stand:

 

"You can´t go back and change the beginning, but you can start where you are and change the ending."

C.S.Lewis         

_____________________________________

 

Europa September 2019

 

IKIGAI

aus ZEIT MAGAZIN vom 22.08.2019

 

Es ist ein großes Wort, dieses ikigai. Es bedeutet: die eine wahre Erfüllung.

Warum stehen wir morgens auf? Was wollen wir wirklich?

Was trägt uns, was hält uns, was ist wahrhaft wichtig?

Ikigai meint unsere Leidenschaft, unsere Berufung, unsere Mission, unseren Beruf(hoffentlich),

und es meint unsere Liebe. Ikigai ist die Kunst, zugleich bedingungslos

und entspannt genau das zu tun, was uns glücklich macht;

und damit ist ikigai auch die Kunst, nicht gestresst und nicht abgelenkt zu sein.

Ikigai hört nicht auf: In Japan gibt es kein Wort für "Rente" oder "Ruhestand",

denn es liegt im Wesen des ikigai, dass

eine Berufung niemals endet - nicht vor dem Tod jedenfalls.

 

___________________________________

 

Europa August 2019

 

Interview zur PSI Theorie von Prof.Dr. Julius Kuhl

 

https://www.youtube.com/watch?time_continue=5&v=YYN1DRE8uK4

 

 

____________________________________

 

 

 

Sergio Fernandez: Ideas claves para vender

https://www.youtube.com/watch?v=ydDz_VTQ5Io

 

 

_____________________________________

 

 

Europa Juli 2019

Linn Ullmann erzählt von ihrem Vater Ingmar Bergman in einem Interview 

der BRIGITTE WOMAN zu ihrem Buch "Die Unruhigen". Sie verstand seinen

Satz: "Du kannst nicht ohne Sehnsucht leben." erst mit 48 Jahren.

Er wurde der Leitfaden für ihr Buch.

Sie zitiert auch Leonard Cohen:

"There is a crack in everything, that´s how light gets in".

Am Anfang ist Zerbrochenheit. Daraus entsteht die Sehnsucht nach Vollständigkeit.

Aber da kommen wir nie hin.

Statt zu verzweifeln,

sollten wir vergnügt die Bruchstücke zusammenkleben.

 

Dazu passt sehr gut die japanische Kunst Zerbrochenes zu vergolden:

Kintsugi

http://tsugi.de/

 

_____________________________________

 

 

 

 

 

 

Die Ferienakademie ist auf Linkedin